Judo

Verrohen die Sitten unserer Gesellschaft? Was ist mit der Jugend los? Wir brauchen Selbstverteidigungskurse in den Schulen! Amoklauf in Schule! Waffengesetz neu verabschiedet!
So oder ähnlich klingen momentan die Schlagzeilen und Forderungen von Medien, Elternverbänden, Politikern und Kultusministerien in Deutschland. In den U.S.A hatten erst mehrere Amokläufe stattfinden müssen, bevor diese Welle der Gewalt in Deutschland im Amoklauf des Robert Steinhäuser am Erfurter Gutenberg-Gymnasium ihr vorläufiges Ende fand.
Die gewaltverherrlichenden Videos und Computerspielen sind die Spitze des Eisberges. Unisono fordern Politiker eine Änderung des Waffengesetzes und teilweise gar Kontrollen in Schulen. Um amerikanische Verhältnisse zu verhindern, muss sich der Ansatz mehrgliedrig gestalten. Lehrer, Eltern und Jugendliche sind in gleicher Weise gefordert. Kinder und Jugendliche dürfen nicht kontrolliert und in ihrer Freiheit beschränkt werden. Der Ansatz muss von innen heraus wirken. Nur dann kann mit einem Umdenken bzw. einer Sensibilisierung gewaltbereiter Jugendlicher gerechnet werden.

Dieser virtuelle Infostand untersucht, welchen Beitrag Judo als Mittel zur Gewaltprävention leisten kann. Die Wurzeln liegen in den Ursprüngen und traditionellen Werten, auf denen die Kampfkunst Judo beruht.
Eine Kampfsportart als gewaltpräventiv zu bezeichnen, ruft kritische Stimmen hervor. Diese müssen wiederlegt und die positiven psychologischen Wirkungen der Kampfkunst Judo herausgestellt werden. Um als gewaltpräventives Mittel in Erscheinung zu treten, muss ein System entwickelt werden, dass kein lebenslanges Studium fordert und dennoch zu einer Sensibilisierung gegenüber Gewalt beitragen kann. Neben Judo als Mittel zur Gewaltprävention soll die Ganzheitlichkeit dieser Kampfkunst durch die Anwendung im Leistungssport, in der Schule und im Gesundheitssport verdeutlicht werden.

Was kann man mit Judo erreichen?